Wie wird man Maskenbildner?

Wie wird man Maskenbildner?

14. Juni 2020 Allgemein 0

Was macht ein Maskenbildner?

Die Maskenbildnerei ist ein vorwiegend künstlerischer Beruf mit handwerklicher Prägung. Er wird in Theater / Oper, Film und Fernsehen ausgeübt. Gerade im Bereich Film/Fernsehen sind in den letzten 15 Jahren durch die Digitalisierung der Bilder und die immer höhere Auflösung die Qualitätsansprüche an das Maskenbild gewachsen. Daraus hat sich im Besonderen eine Spezialisierung entwickelt, die wir bisher nur aus Amerika kannten: der Special Make-up Artist / das Spezialeffekte-Maskenbild.

maskenbild.de

Der Maskenbildner/in ist also für alle Körperimitationen und -veränderungen zuständig. Dazu gehören neben der Frisurengestaltung und dem Make-up auch Veränderungen durch Bärte oder plastische Gesichts- und Körperteile. Diese werden meist in Handarbeit, für den jeweiligen Darsteller, passgenau angefertigt. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Regisseuren und Ausstatter/innen, welche die künstlerische Linie festlegen.

Und wie wird man nun Maskenbildner?

In den USA und den meisten westeuropäischen Nachbarländern werden die Aufgabenbereiche Maskenbau, Haargestaltung und Make-up von verschiedenen Fachkräften ausgeführt. Von einem Maskenbildner in Deutschland wird die Beherrschung aller berufsbezogenen Aufgabenbereiche erwartet. Er muss hier sowohl in der Haargestaltung als auch in der Make-up-Technik und dem Maskenbau profunde Kenntnisse besitzen. Auf diese Weise ist es ihm möglich, eine umfassende maskenbildnerische Figurengestaltung in Theater und Film zu entwickeln.

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Wie bei einigen Berufen in der Medien-Branche, stehen auch beim Maskenbildner/in mehrere Lehrmöglichkeiten zur Auswahl.

Zum einen bieten mehrere private Schulen eine Ausbildung an. Diese kostet Geld und die Ausbildung dauert zwischen einem und drei Jahren. Bei der Ausbildungsdauer und -Kosten gibt es zwischen den Schulen teils erhebliche Unterschiede. Die Teilnehmerzahl ist meistens begrenzt und die Ausbildung an einer privaten Schule ist nicht immer staatlich anerkannt. Wichtig ist hier die Abschlussprüfung durch die IHK. Eine bekannte Privatschule ist die Hasso von Hugo Schule in Berlin. Hier dauert die Ausbildung drei Jahre und ist staatlich anerkannt.

Maskenbild wird in München und in Dresden auch  als Studiengang angeboten. Die Regelstudienzeit dauert acht Semester, also vier Jahre. Danach hat man einen Masterabschluss als Maskenbildner. Für die Bewerbung zu diesem Studiengang benötigt man eine Mappe und ein praxisbezogenes Praktikum.

Die dritte Möglichkeit ist die klassische Ausbildung im Dualen System. Diese Ausbildung in Deutschland ist weltweit einzigartig und international angesehen. Durch die Abwechslung zwischen Betrieb und Berufsschule hat diese Ausbildung einen hohen Praxisbezug und der Umgang mit Darstellern wird direkt vermittelt. Mit der Abschlussprüfung durch die IHK nach drei Jahren bekommt man einen staatlich anerkannten Gesellenbrief. Die Anforderungen unterscheiden sich von Theater zu Theater geringfügig. Die Bewerbung muss ein Jahr vor Ausbildungsbeginn abgegeben werden. Erwartet wird hier in der Regel eine Mappe mit eigenen Arbeiten. Manche Theater verlangen zudem  eine abgeschlossene Friseurausbildung. Eine Alternative zur Friseurausbildung ist die einjährige Berufsfachschule welche den Einstieg in die Maskenbildnerausbildung erleichtert. Die Haupttätigkeit im Theater ist die Arbeit mit Perücken.

Welchen Weg man wählt sollte von mehreren Faktoren abhängig gemacht werden. Wer später im Theater als Maskenbildner arbeiten möchte sollte auch hier die Ausbildung in Betracht ziehen. Die Studiengänge und Schulen können eine Geldfrage sein. Mit beiden Abschlüssen kann man in allen Bereichen der Branche arbeiten.(IHK oder Master)

Ich hatte mich damals für die klassische Ausbildung entschieden und diese mit der Ausbildung zum  Friseur begonnen.

 

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